Les Miserables – Der Film

Vorab: Ich bin keine Filmkritikerin und habe auch nicht viel Ahnung davon. Das ist also alles total subjektiv und meine ganz persönliche Meinung!

Schon lange bin ich großer Musical Fan und bevorzuge dabei auch eher die klassischeren Stücke. Meine Lieblinge sind „Tanz der Vampire“ und „Les Miserables“. Logischerweise musste ich daher nicht lang überlegen ob ich mir den Film ansehe. Allerdings bin ich relativ skeptisch in den Film gegangen, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Musical als Film „wirkt“.

Zum Inhalt: Les Miserables beruht auf der gleichnamigen Romanvorlage (Deutsch: Die Elenden) von Victor Hugo (kann ich übrigens ebenfalls sehr empfehlen) und spielt im revolutionären Frankreich des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte dreht sich um den Ex-Sträfling Jean Valjean der nach 19 Jahren Haft, die er für den Diebstahl eines Stücks Brot absitzen musste, ein neues Leben beginnt.  Jean Valjean wird auf Bewährung entlassen und vom ersten Tag an von dem verbitterten Polizeibeamten Javert beobachtet. Jean Valjean verstößt gegen seine Bewährungsauflagen und flieht. Durch seine Begegnung mit dem Bischof von Digne, M. Myriel, einem sehr gutherzigen Seelsorger, der ihn Güte erfahren lässt, bekehrt er sich – nach einem kurzzeitigen und rasch bereuten weiteren Delikt – und wird zu einem moralisch guten Menschen. Unter dem Namen M. Madeleine erarbeitet sich Valjean Bildung, Reichtum und Ansehen, er wird sogar Bürgermeister und Fabrikant in Montreuil.

Dort trifft er auf Fantine. Sie arbeitete in seiner Fabrik, wurde jedoch von seinem Vorarbeter entlassen, nachdem die anderen Arbeiterinner verriten, das sie ein uneheliches Kind habe. Dieses Kind, Fantines Tochter Cosette, lebt bei den Wirtsleuten Thénardier. Um diese bezahlen zu können muss Fantine, nachdem sie Ihren Job verloren hat, anschaffen gehen. Das Leben auf der Straße führt dazu, dass Fantine an einer Lungenentzündung erkrankt. Valjean trifft sie in dieser Zeit wieder und verspricht ihr auf dem Sterbebett sich um Cosette zu kümmern.

Obwohl Valjean von Javert erkannt wird, hält er sein Versprechen. Er kann sein Vermögen retten, kauft Cosette frei und lebt mit ihr ein abgeschiedenes, gutes Leben. Er übernimmt die Vaterrolle für Cosette und die beiden haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander.

Ihre keline Welt wird bedroht, als sich Cosette in den jungen Studenten Marius verliebt. Zudem wird ihr Ziehvater, was Cosette nicht ahnt, bereits seit Jahren von Inspektor Javert verfolgt, einem unerbittlichen, hartherzigen Verfechter des Rechts. Als Valjean die Liebe bemerkt, versucht er sie zu unterdrücken und will mit Cosette nach England fliehen. Marius, der nun keinen Grund mehr zum Weiterleben sieht, nimmt zusammen mit seinen Freunden am Pariser Juniaufstand von 1832 teil und kämpft auf den Barrikaden, in der Hoffnung, dort den Tod zu finden. Valjean erfährt dies und rettet aus Liebe zu Cosette ihren Geliebten – ohne dass Marius es weiß. Javert, dem er ebenfalls in den Kämpfen das Leben gerettet hat, ist in seinem Glauben an die Gerechtigkeit des Rechts erschüttert, lässt Valjean, als dieser sich ihm stellen muss, laufen und begeht Selbstmord.

Nach der Hochzeit von Cosette und Marius offenbart Jean Valjean seinem Schwiegersohn Marius seine wahre Identität als ehemaliger Häftling, woraufhin Marius versucht, ihn von Cosette fernzuhalten, was den ohnehin schon sehr alten Mann vor Verzweiflung krank werden lässt. Als Marius – ironischerweise durch einen Versuch Thénardiers, Valjean zu verleumden – erfährt, was für ein Mensch Valjean wirklich ist, möchte er ihn um Verzeihung bitten. Marius und Cosette kommen beinahe zu spät: sie treffen Valjean auf dem Sterbebett an.

Der Film ist nicht der verfilmte Roman, sondern das verfimte Musical. Es gibt kaum gesprochene Textpassagen und wer Musicals nicht mag, sollte lieber zuhause bleiben. Doch wer Musicals mag, sollte den Film unbedingt sehen. Er ist hervorragend umgesetzt und wird fantastisch gespielt. Mich haben alle Schauspieler völlig überzeugt und es war toll Anne Hathaway in einer ernsten Rolle zu sehen.  Mehrfach hatte ich das Bedürfnis aufzustehen und zu klatschen. Weil es soo gut war!

Die Lieder, also fast der ganze Film, sind Englisch mit Untertitel. Man kann leicht mitlesen, da es nicht so schnell geht. Allerdings finde ich es dennoch schade, da das Musical komplett ins Deutsche übersetzt wurde und die Übersetzung wirklich sehr gut ist.

Auch wenn das Musical auf der Bühne nicht erreicht wird, kann ich diesen Film wärmstens empfehlen! Tolle Schauspieler, großartige Musik, berührende Geschichte….

Wer mehr Infos möchte: Hier geht es zur Website

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Dies und Das

2 Antworten zu “Les Miserables – Der Film

  1. Ich geh mit den Film heute Abend ansehen – bin wirklich gespannt! :))

    lg,
    chris

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